Windsor

Windsor

5. Oktober 2018 0 Von Claudia

Ich bin der Themse nun bereits bis Windsor gefolgt. Hier hat im Juli 2015 alles angefangen, denn hier habe ich den Thames Path entdeckt. Was ich damals so in Windsor so erlebt habe, lesen wir am Besten gemeinsam in meinem Reisetagebuch nach:

„Am nächsten Morgen erwache ich etwas groggy und genieße erst mal die Aussicht aus dem Zimmer in Slough auf Windsor Castle. Kurz vor acht gehe ich zum Frühstück. Anschließend ziehe ich gleich los. Zu Fuß nach Windsor-Castle sind nur knappe 4 km.

Rechts am Horizont ist Windsor Castle zu sehen.

Ich bin um neun vor Ort. Ich hatte schlimmeres befürchtet. Für so ein Ferienwochenende stehe ich echt weit vorne in der Schlange. Dann endlich werden die Tore geöffnet – und ich stelle mich an der nächsten Schlange, der Kassenschlange an. Dort lese ich, dass ich das Ticket stempeln lassen kann und dann ein Jahresticket habe. Cool, dann kann ich im Oktober nochmal kommen.“

Nur ne kurze Zwischenbemerkung: Das mit dem „im Oktober nochmal kommen“ hat natürlich nicht geklappt. Es gibt ja so viel anzusehen in England…

„Ich besichtige die Kapelle. Tolle Spätgothik. Ich bin begeistert! Ich findende Hinweisplatte auf das Grab von Henry VIII und äh, … Ein gestorbenes Kind von ihm und eine Frau und… Mist, vergessen. Bilder waren leider nicht erlaubt…

Dann hab ich in einem anderen Teil von Windsor Castle das Doll House angesehen. Da gibt’s Ministaubsauger, die Armaturen sollen angeblich funktionieren, die Silberteller sind wirklich Silber, … Danach ging ich in die Royal Chambers. Ein Schloss, in dem diesmal sogar ein paar bekannte mir bekannte Gesichter an den Wänden hängen. Schöne Räume, aber alles schon mal irgendwo anders ähnlich gesehen. Ich glaub ich komme zu viel rum und sollte weniger reisen 😉

Dann besichtige ich noch den Garten im ehemalige Burggraben um den ältesten Tower des Schlosses. Den kann man wohl nicht immer besichtigen und ist nur zu bestimmten Zeiten geöffnet. Der Garten war toll angelegt und bot tolle Blicke aufs Schloss drumherum.

Nach 2 1/2 Stunden verlasse ich das Schloss und gehe raus und in die gleich um die Ecke liegende Mall. Da gibt’s ein Café Nero (also WiFi) und ich genehmige mir einen leckern Kuchen und natürlich Tee. Dort gibts auch eine Tourist-Info in der ich eine Karte über den Thames-Path finde und kaufe. Blödsinn, ich weiß, aber trotzdem.“

Darf ich kurz einfügen, dass ich ja zwischenzeitlich damit begonnen habe die Themse entlang des Thames Path zu erkunden und die Karte tatsächlich brauchen kann. So ist meine Sichtweise über diesen Kauf der Karte heute natürlich eine ganz andere.

„Dann ziehe ich wieder los zur Long Lane. Erst mal hab ich mich kurz verlaufen, dann fand ich doch noch den richtigen Weg. Die Long Lane führt vom Schloss weg, über Meilen, immer gerade aus auf einen Hügel wo Georg IV auf nem Pferd sitzt. Es waren etwa 4 km hin und dann musste ich die 4 km natürlich zurückgehen…

… und hinterher ging ich direkt weiter, zurück nach Slough zum Hotel. Irgendwann tun mir die Füße weh, habe Hunger und bin müde!“

Noch ne Anmerkung: Busfahren wollte ich nicht, weil mir da leicht Übel wird  und das wäre kein schöner Abschluss des Tages gewesen. Doch ich habe mittlerweile herausgefunden, dass es sogar eine Zugverbindung von Windsor nach Slough gegeben hätte. Künstlerpech…

„Nach insgesamt 16 km Gehen, die nicht gemessenen Kilometer bei der Besichtigung des Schlosses wären noch hinzuzufügen, komme ich müde, aber glücklich im Hotel an. Das war ein schöner letzter Urlaubstag!“

Nach diesem kleinen Rückblick in die Vergangenheit nehme ich nun die weiteren Etappen in Angriff. Weiter gehts also, per Pedes von Windsor (Zeigefinger) nach Reading (Daumen) – das zumindest ist der Plan …

Fortsetzung auf dem Thames Path folgt…