Weltreise 2021

Weltreise 2021

19. Januar 2022 Aus Von ClaoWue

Herbst 2021. Der Urlaub rückt näher. Die Corona-Zahlen steigen in ganz Europa und es war klar: Aus nem Trip nach Irland wirds auch heuer nichts.

Dann aber fällt mir ein Artikel der Süddeutschen Zeitung in die Hände „Acht Tipps für eine Weltreise durch die Stadt“ (dieser link führt zum Artikel in der SZ) und für mich war klar: Machen wir das? Jo, wir machen das! Ich mache ne Urban-Sketching-Reise um die Welt – in München, der zweitschönsten Stadt der Welt 😉

Ende Oktober wars dann soweit. Das Abenteuer konnte beginnen. Ich schulterte meinen Rucksack und ab gings zum Bahnhof. Dort bemaskete ich mich ordnungsgemäß mit FFP 2 und ab gings, mit dem Zug in den Süden…

Mein erstes Ziel war Asien. Im Westen von München verließ ich daher die S-Bahn am Hirschgarten und hatte es nicht weit zu meiner ersten Unterkunft von welcher aus ich Asien erkunden konnte – im Westpark.

Thailand, Nepal, Japan und China

Der Westpark war schnell gefunden. Schnell wurde es echt abenteuerlich, als ich eine Toilette brauchte. Die ausgeschilderten gehörten zu Biergärten oder Kiosken und waren zugesperrt – aber als die Not am Größten war, sah ich am gegenüberliegenden Ende einer sehr nassen Wiese dann eine grüne mobile Toilette stehen. Todesmutig überquerte ich diese und betrat mit nassen Füßen das etwas gammlig aussehende Plastikklo. Nur gut, dass ich wegen Corona ein Handdesinfektionsgel dabei hatte. Die richtige Ausrüstung ist alles.

Entspannt konnte ich mich anschließend daran machen den Westpark zu genießen, denn der Park ist wundervoll. Wie konnte ich den in meiner Pasinger Zeit nur verpassen? Ich wandelte also Podcasts hörend durch den Park auf der Suche nach Asien.

Wow, gefunden!

Am Ende war Asien kleiner als erhofft und China hatte die Grenzen dicht gemacht. Na, für ein paar Urban Sketches hat es am Ende doch gereicht und ich kam am Abend zufrieden ins Hotel zurück, was ja die Hauptsache ist.

Die Sala hat mich voll überfordert. Mit der Pagode hab ich mich wohler gefühlt.
Den japanischen Garten fand ich schwierig, weil es praktisch nur Pflanzen und Wasser war – und China hab ich durch den Zaun fotografiert und Abends im Hotel gezeichnet.

Kanada

Am Tag drauf brachte mich die S7 ins kanadische Wolfratshausen. Ich hatte eigentlich geplant von dort aus die weiße Wand und die Pupplinger Au zu erwandern und die urspünglich anmutenden Isarauen in Nähe des Zusammenflusses von Isar und Loisach zu entdecken, doch auf Reisen läuft nicht immer alles nach Plan. Eine Migräne kam und ich verbrachte das Wochenende größtenteils in meinem wunderschönen ruhigen Zimmer.

Zum Glück hab ich meist nur ne leichte Migräne und so schaffte ich es zumindest einen halben Tag lang im verwunschene Labyrinth der Pupplinger Au spazieren zu gehen und die Isar zu suchen. Richtig verlaufen wäre zwar nicht gegangen, weil das Gebiet von Isar und auf der anderen Seite der Bahnlinie begrenzt wird, aber ich hatte Migräne und wollte jederzeit auf kürzestem Weg zurück ins Hotel gehen können. So nutzte ich mein GPS um Wegmarken zu setzen und fühlte mich wie der größte Entdecker aller Zeiten.

Frankreich

Migränefrei gings nach zwei Nächten dann weiter nach Frankreich. Gleich hinterm Ostbahnhof liegt das französische Viertel. Ich schlenderte herum, aber es war kalt und der Himmel war bedeckt und … Naja, es sind halt Häuser wie man sie so kennt in deutschen Städten …

Schnell begab ich mich daher in mein neues Hotelzimmer mit Blick über München.

Leute – wow, der Mehrpreis hat sich in meinen Augen gelohnt.

Italien und Griechenland

Einen Tag verbrachte ich auf der Suchen nach italienischen und griechischen Highlights in München. Da gibts einiges zu finden und ich hab mir ein paar schöne rausgesucht zum zeichnen. Viele andere Gebäude hätten noch zur Auswahl gestanden.

… und ein bischen Norwegen

Norwegen hab ich dann auch noch gefunden – im Englischen Garten. Ich war tatsächlich das erste mal in meinem Leben dort am Eisbach, hab den Surfern zugesehen und dann auch noch einen Wasserfall entdeckt.

Als es dann am Nachmittag das Regnen anfing hab ich den restlichen Tag den Blick über München aus dem Zimmer meiner Hotels genossen.

Stürmische Abreise

Als ich am letzten Morgen erwachte, wehten Blätter vor meinem Fenster. Ich blickte nach unten und sah dort ganz klein die Bäume… Blätter so hoch hoben – starker Wind – das heißt: Bahnausfälle. Umgehend packte ich meine Sachen und reiste umgehend ab. Am Bahnhof angekommen sah ich, dass ich nur noch 5 Minuten hatte um den nächsten Zug nach Hause zu erreichen. Ich lief los. Mit Rucksack – und FFP 2 Maske auf dem Gesicht. Die Treppe rauf, zum Bahnsteig – diesen entlang zum Starnberger Bahnhof. Dann rein in den Zug. Japsend ließ ich mich auf einen Sitz sinken – also mich stört die Maske an sich ja nicht, aber mit FFP 2 Maske und vollem Rucksack zu rennen, das ist etwas, auf das ich in Zukunft echt gern verzichten kann!

Ich hatte Glück, weil ich offenbar den letzten Zug erwischt hatte, der noch ohne Probleme fuhr – und so kehrte ich zurück in die schönste Stadt der Welt – ich könnte diesbezüglich natürlich eventuell ein ganz kleines bisschen voreingenommen sein *lach*.