Wandern im Winterwunderland

Wandern im Winterwunderland

26. Januar 2021 Aus Von ClaoWue

Urlaub, ein kaputter Kochtopf – und immer noch Corona …

Ich brauchte nen neuen Kochtopf und dicke Socken für die Winterstiefel, sowie ne neue Spülbürste – das im Corona-Lockdown. Da ich auch Urlaub hatte beschloss ich zu Fuß zum großen Supermarkt zu gehen. Ich schnürte meine Wanderstiefel (ja, die mit denen ich auch schon im Themsenwasser stand), schulterte meinen Rucksack und zog los. Es schneite leicht.

Nach dem Überqueren der Bahngleise ging’s zunächst in den verschneiten Königswiesenpark. Die Wege sind kaum zu sehen und so verlor ich leicht die Orientierung und ging zu weit, so dass ich auf der Straße ein Stück zurücklaufen musste bis ich beim KöWE ankam.

FFP2-Maske aufgesetzt, Mütze abgenommen und rein. Ich fand dort alles was ich brauchte und zusätzlich noch Orangensaft und nen Schokoriegel als Wegzehrung. Denn, jetzt geh ich wandern! Anmerkung: wieder zu Hause wog ich den Rucksack. Er hatte niedliche 4 1/2 kg.

Steil ging’s ein Stück hinterm KöWE den Berg hinauf

Oben angekommen bin ich in einer unwirklichen Welt. Alles ist weiß, die Felder, der Himmel und die Häuser von Regensburg sind nicht zu sehen. Begeistert stapfe ich weiter. Manchmal kann man die Sonne hinter der dicken Wolkenschicht erahnen.

Entlang der Autobahn und dann nen kleinen Trampelpfad hinuntergeschlittert, kam ich heil an der kleinen Marienkapelle an. Kurz hallo sagen und dann bin ich auch schon an der Friedrich-Zeche. Ihr erinnert euch an meinen dortigen Urban Sketching-Versuch? Heute war der Blick von dort aus zur Stadt ein völlig anderer:

Schneelandschaft und Regensburg ist verschwunden

Da oben pfiff der Wind ganz schön. Schneeflocken wurden mir ins Gesicht geblasen. Ich zog mich daher erst mal in den schützenden Wald zurück, Richtung Erdbeerfeld. Kurz bevor ich es erreichte bog ich dann links ab. Hier waren keine Fußspuren mehr zu sehen…

Am Ende der Allee wehte wieder der Wind, Wege waren kaum wahrzunehmen. Es ist schon Irre wie einem so ein bisschen Schnee fast orientierungslos machen kann.

Von da komm ich her, und nach da geh ich weiter …

Wege zu erkennen ist nicht so einfach, zumal mir zu allem Überfluss auch noch der Wind den Schnee in die Augen blies.

Zum Glück gibt’s das Bahngleis dort aund die kleine Unterführung in Prüfening. Die konnte ich sehen und mich in diese Richtung durchschlagen. Dort angekommen gings links weg. Ein Eichelhäher saß im Gebüsch und schimpfte mit mir. Warum nur?

Dann war ich an der Donau und ging flussabwärts weiter, vorbei an der verschneiten Prüfeninger Fähre.
Kurz sah es so aus als würde es die Sonne durch die Wolken schaffen …

Nicht lange nach diesen Bildern fielen plötzlich riesige Flocken vom Himmel. Wunderschöne Schneeflocken!

Die Schneeflocken sind so groß, dass man sie sogar am Foto erkennen kann.

Ich wurde nun langsam echt müde. Ich begegnete noch ein paar Spaziergänger , einer Langläuferin auf Skiern, einigen Walkern, Joggern und – überraschend wenig – Gassigehern.

Meine Beine wurden immer schwerer. Nun wäre eine Rast wirklich nötig, aber… es ist ja alles vollgeschneit und ich bin außerdem bald zu Hause.

Nach ziemlich genau 3 Stunden (13,5 km) kam ich wieder zu Hause an. Die Tasse Tee hab ich mir nun mehr als verdient!