Urban Sketching in Paris

Urban Sketching in Paris

4. Juni 2022 Aus Von ClaoWue

Zauberer zu (be)suchen war zwar witzig, aber das eigentliche Ziel meiner Reise war Paris zu zeichnen. Nicht nur die Karte, die ihr oben sehen könnt, sondern so richtig.

Wie erfolgreich ich in Paris dabei war dieses Vorhaben umzusetzen? Zusammengefasst würd ich es als wechselhaft bezeichnen, aber lest selbst:

Bereits am ersten Tag (Montag) zeichnete ich den Blick aus meinem Hotelzimmer auf die gotische Kirche gegenüber.

Am Tag drauf (Dienstag) nahm ich im Parc des Buttes-Chaumont allen Mut zusammen und setzte mich und zeichnete. Es lief ganz gut. Ich saß im Schatten auf der Wiese und konzentrierte mich aufs Zeichnen. Erst kurz mit Bleistift, dann Tinze und am Ende holte ich sogar meine Stablo-Stafflei samt Aquarellfarbe raus.

Die Nomad-Stafflei von Stablo wird aufs Skizzenbuch aufgesteckt und hält die Aquarellfarben mit Magneten fest. Es gibt auch Halter für Wasserbecher und Pinsel zum anstecken – das tat ich hier nicht, weil ich mit dem Wassertankpinsel coloriert hab.

Abends vervollständigte ich die zwei Seiten den Sketchbooks im Hotelzimmer während ich den Blick von meiner Dachterrasse genoss.

Am Mittwoch hab ich keinen Spot gefunden, der mich angesprochen hat. Am Ende bin ich 15 km durch die Stadt geschlendert und war dann so was von reif für meine Dachterrasse.

Ich habe meine Pariskarte mit weiteren Icons ergänzt (siehe Titelfoto oben) und in mein Reisetagebuch geschrieben und gezeichnet. Das wars dann für den Tag.

Am folgenden Tag (Donnerstag) stellte ich fest, dass ich eine schwierige Urban Sketcherin bin: Kein schöner Platz zum sitzen, zu laut, es stinkt, zu heiß, …

Ich hab nach Tee und Crêpe dann doch begonnen am Louvre zu Zeichen, bin aber nicht über den Bleistift-Sketch hinaus gekommen. Dann hab ich schnell ein paar Fotos gemacht und später im Hotelzimmer nach gut 12 km rumlaufen die Doppelseite fertig gestellt – genauer gesagt hab ich praktisch alles heute vor Ort aufgenommenen Fotos gezeichnet.

Freitag, mein letzter Tag in Paris. Ich musste um die Mittagszeit mein Hotel wechseln und machte mit einen ‘grasse matinée’.

Auf dem Weg zum neuen Hotel setzte ich mich an den Canal St Martin und blickte übers Wasser und hörte nen Podcast. Zeichnen wollte ich erst später am Tag.

Das neue Hotelzimmer war nicht schlecht, aber dummerweise das Schlechteste der ganzen Reise und dann kam auch noch der Sacre Coeur Horror: Wow gings da zu! Eine wabernde Touristenmasse!!! Hier hatte ich auch das erste mal wirklich bedenken, dass ich beklaut werden könnte und an konzentrieren aufs Zeichnen war nicht zu denken. Also wieder zurück zu Plan B: Fotografieren und später vom Foto zeichnen. Und das war ne gute Idee, denn ich schaffte es noch rechtzeitig vor dem großen Regenguss zurück ins Hotel.

Ich startete die letzte Doppelseite des Urlaubs im Hotelzimmer und beendete sie zu Hause.

Sacre Coeur mit nem Karussell im Vordergrund, Coe verletzte Notre Dame und eine Metrostation …

À bientôt, Paris!