Mein Drachenei

Mein Drachenei

7. Februar 2021 Aus Von ClaoWue

Drachen haben mich schon seit meiner Kindheit begleitet: Der kleine Grisu, der Feierwehrmann werden möchte. Fuchur, der Glücksdrache aus Fantasien. Tabaluga aus Peter Maffays Musikals. Siegfrieds Drachen dessen Blut unverwundbar macht. Hagrids Drachenbaby Norbert. Der blaue Drache Saphira, die es mit ihrem Eragon nicht leicht hat. Und noch einige andere, die ich gar nicht alle aufzählen kann.

Drachen sind also cool – und wer möchte keinen Drachen oder zumindest ein Drachenei zu Hause haben? Also ich schon!

Ich zog also los, trotz Ausgangsbeschränkungen und Ausgangssperre wegen Corona-Lockdown. Es ging auf, ins Abenteuer, um mir ein Drachenei zu besorgen. Schon bald fand ich zwar große Eier, aber Dracheneier waren das definitiv noch nicht!

Das Styropor-Ei hab ich zunächst mit Packpapierschnipsel überzogen.

Entschlossen gehe ich weiter. Ich weiß, dass nur etwa eine Stunde weiter, im Tal der Chamb, ein Drache lebt. Dort, in Furth im Wald wird er verehrt und ihm wird regelmäßig gehuldigt – wenn ich da jetzt nichts durcheinanderbringe…

So in etwa müsst ihr euch meine Suche nach dem Drachenei vorstellen… (Foto aus meiner Vergangenheit – Neufundland)

Also, wenn es dort einen Drachen gibt, dann muss es doch auch hier welche geben?! Ich schaue die felsigen Hänge hinauf. Das wäre doch bestimmt der richtige Lebensraum?! Flache Stellen zum Landen und um Aussicht zu halten. Felsen in denen es bestimmt tolle Höhlen gibt. Unzugänglich für Fressfein… äh, na die werden Drachen wohl kaum haben *lach*

So solltet ihr euch die Hänge vorstellen an denen die Drachen leben… (Foto aus meiner Vergangenheit – England, Dover)

Plötzlich sehe ich etwas aus der Erde spitzen. Das muss ein Drachenei sein! Vorsichtig beginne ich es auszugraben, doch das gestaltet sich langwieriger als gedacht. Drei volle Tage buddelte ich vorsichtig.

Ich beklebe das Ei mit Eierkarton, weil der so ne schöne Struktur hat. Dafür brauchte ich tatsächlich drei Abende. Puh …

Ich bin echt gespannt welche Farbe mein Drachenei wohl haben wird. Nun nach dem Ausgraben sieht man vor lauter braunem Schlamm noch nichts davon. Freunde hatten mich vorab mit guten Tipps versorgt:

Wieder zu Hause beginne ich am nächsten Morgen das Ei mit Hilfe eines Pinsels abzuwaschen. Ganz vorsichtig. Enttäuscht sehe ich, dass es weiß ist. „Sind Dracheneier vielleicht doch nicht farbig?“

So, nach teilweise zwei Schichten Gesso ist es nun schön weiß. Nun muss die Grundierung trocknen und dann geht’s an die Farbe!

Ich legte meine Hände nochmals an das Drachenei und ich spüre Energie fliesen – und dann: „Es färbt sich!“

Langsam wird es zunächst blau, dann erscheinen weiße Marmorierungen und sogar silberne Töne…

Für den ersten Auftrag hab ich ganz schön viel Farbe gebraucht um das ganze Weiß verschwinden zu lassen. Beim Drybrush dann zum Glück weit weniger.

„Wow, ist es nicht schön?!“

Drachenei bei „Licht an“ und nach „Licht aus“

„Ich hab ein Drachenei! Ein Drachenei!!!“