Keltische Grabhügel bei Pegnitz (Oberfranken)

Keltische Grabhügel bei Pegnitz (Oberfranken)

3. Juni 2018 1 Von Claudia

Pegnitz, April 2018 v.Chr.

Durch den Beitrag über eine Rundwanderung um Pegnitz im Blog von Wanderlust (der link führt zum Blog von Wanderlust) habe ich von den dortigen Keltengräbern erfahren. Dort gibts auch Infos über die Gräberplünderungen (zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts) und die weitere Zerstörung durch den Autobahnausbau (30er Jahre des 20. Jahrhunderts).

Leider konnte ich die Wanderung nicht machen, da mich mein Fuß noch von einer 14 km Wanderung abhält. Eine kurze Tour zum Aussichtsturm in Pegnitz zur Orientierung war aber möglich und so bestieg ich erst einmal den Aussichtsturm. Oben angekommen blickte ich in Richtung der etwa 3 1/2 km Luftlinie entfernten Grabhügel. Irgendwo da hinten bei den Windrädern sollten sie zu finden sein.

 

Büchenbach, April 2018 n.Chr.

Als ich mein Auto in Nähe der Grabhügel abstellte, begann es zu regnen, aber das kann eine Weltentrudlerin auf Abenteuertour natürlich nicht schrecken!

Weit dürfte es außerdem nicht mehr zu den Grabhügeln sein. Ich folge erst mal einem Weg, der unter der Autobahn hindurchführt, gehe an der Wegkreuzung nach links. Bereits ein paar Meter weiter erspähe ich etwas zwischen den Bäumen: Das sieht doch wie ein Hügel aus?!

Im Wald ist es gar nich so einfach die Grabhügel auszumachen. Fünf oder sechs habe ich gesehen. Wegen dem Regen habe ich meine Suche nicht weiter ausgedehnt, sondern mich auf dieses kleine Waldstück beschränkt. Einige Grabhügel waren größer, andere kleiner und zwei waren eingesackt…

Nun wurde es aber Zeit für eine Reise in die Vergangenheit, in die Urnengräberzeit (dieser link führt zu Wikipedia)/ frühe Hallstattzeit (und dieser link führt auch zu Wikipedia).Vorab muss ich euch gestehen, dass ich es versäumt habe mehr über die Begräbnisrituale der Kelten zu erfahren. Sie selbst haben ja keine schriftlichen Dokumente hinterlassen und so wäre meine Zeitreise natürlich die einmalige Chance gewesen mehr darüber zu erfahren… Aber – ob mir jemand geglaubt hätte? *grins*

Büchenbach, April 818 v.Chr.

Ich sehe ich einige Männer vor mir, die um einen Kammer aus Holz einen Kranz von Kalksteinen, setzen. Fasziniert sehe ich zu. Einer macht gerade Pause und ich geselle mich zu ihm. 

“Das wird ein Grab“, beginnt er zu erzählen, „Hier bauen wir kein großes mit zehn Meter, sondern nur ein kleineres mit etwa fünf Meter Durchmesser, weil es schnell fertig werden soll, denn der Verstorbene wurde bereits eingeäschert und seine Überreste wurden in eine Urne gelegt.

Wir bedecken die hölzerne Grabkammer noch mit Steinen und am Ende wird alles mit Erde zugedeckt, so dass ein hübscher hüten enteht. Sobald das Grab fertig ist, werden wir unseren Freund hier bestatten. Natürlich geben ihm auch noch einige seiner Lieblingswaffen und Schmuck mit.  Er soll es gut haben in der anderen Welt!”

Ich frage sie ob jeder sein eigenes Grab bekommt, doch er verneint das. Das neue Grab würde benötigt, weil in den übrigen Gräbern sei kein Platz mehr für die Urne sei. Beim nächsten Begräbnis werde dann das Grab wieder geöffnet und die weitere Urne dort bestattet.”

Dann verabschiedet er sich um weiter am Grab zu arbeiten. Da ich nicht weiter stören möchte, begebe ich mich wieder zurück in die Gegenwart.