Erster Radl-Tag: Isar-Radweg

Erster Radl-Tag: Isar-Radweg

10. Juli 2018 0 Von Claudia

Von München nach Regensburg radeln. Diese Idee ploppte in meinem Kopf auf und verschwand nicht wieder. Der Radweg München – Regensburg – Prag führt von München entlang von drei Flüssen nach Regensburg. Ich beschloss diesem zu folgen.

Im Juli 2018 hatte ich ein paar Tage frei und wollte von München über Marzling und Bad Gögging nach Regensburg zu radeln. Die Hotels waren vorgebucht, das Zugticket gekauft, die Taschen gepackt. Na, dann kann ja losgehen!

München – Marzling (ca. 40 km)

Die erste Tagesetappe ist mit 40 km nicht wirklich lang, aber ich muss ja auch erst nach München kommen und kann nicht so ganz früh starten.

Der Alex kurz vor sieben Uhr, mit dem ich eigentlich fahren wollte, fiel aus. Was für ein Start in den Tag. Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen. Doch nur 20 Minuten später fuhr ein Regionalexpress nach München, der Platz für mich und mein Radl hatte. Auf die DB ist halt verlass. Kurz nach halb neun kam ich in München an.

Mit Zuhilfenahme des Navi am Handy kämpfte ich mich durch den Stadtverkehr und holte M. an seiner Wohnung ab. Er wollte mich heute bis Freising begleiten. Kurz nach neun starteten wir von dort aus – allerdings erst mal so 7,5 km nach Süden, um in Pullach das Grab eines Freundes zu besuchen.

Dann geht’s los, nach Norden. Diesmal fahren wird nich am Isaokanal, sondern queren Kanal und Isar und radeln am östlichen Ufer der Isar entlang. Obwohl es während der Woche ist sind doch einige Leute beim Baden auf den Sandbänken der Isar zu sehen. M. meinte, der Radweg sei schön leer. Am Wochenende sei da um einiges mehr los. Das glaub ich ihm ungeprüft. Es ist ja auch wunderschön hier.

Die Isar ist auf dieser Teilstrecke herrlich, mit ihren Sandbänken und den Badenden und vor allem die Farbe des Wassers fasziniert mich immer wieder.

So um halb zwölf sind wir wieder so richtig zurück in München und es geht an der nun etwas eingeengten Isar entlang, vorbei an Patentamt, Landtag und am Deutschen Museum – um nur ein paar Sehenswürdigkeiten zu nennen. Ich kann aber nicht mehr sagen, ob das nun die richtige Reihenfolge ist 😉 Wir fahren durch ein paar Tunnels …

… aber schon bald hat die Isar wieder mehr Platz und wir radeln unter Bäumen an ihr entlang. Ich hab irgendwie die Orientierung verloren und keine Ahnung auf welcher Höhe ich mich befinde. Zum Glück kennt M. sich viel besser aus und schlug vor im Aumeister einzukehren, denn der Hunter machte sich langsam bemerkbar.

Da wir an der östlichen Isarseite unterwegs waren hatten wir den englischen Garten verpasst. Gegen halb eins überquerten wir die Isar, um im Biergarten Aumeister am Nordende des Englischen Gartens einzukehren. Nach langem Überlegen vor der Theke habe ich mich dann für Schnitzel mit Pommes entschieden und obwohl wir in München waren, war die Portion so groß, dass es fürs Abendessen noch ne Schnitzelsemmel rausspringen wird.

Danach fuhren wir am westlichen Isarufer weiter. Wir radelten und quatschten und radelten. Die Isar rauschte, wie in der Routenbeschreibung versprochen (hier der ) und sah einfach malerisch aus. Ich finde sie total faszinierend. So ein hübsches Flüsschen, das irgendwie total fröhlich vor sich hinfließt.

Ein Radlweg unter dem Laubdach riesiger Bäume – und Nebendran die echt hübsche Isar, die gemütlich vor sich hin plätschert. Wir sind total im Grünen und fühlen uns so ganz weit weg von großen Städten – und dann hau ich plötzlich nen Stopp rein. Was ist das denn?

Oh, ein alter Wegweiser! Von der anderen Seite war angegeben wie weit es nach München ist, und dass es zur Mündung 120 km sind. Wir stellen uns die Frage wie weit es wohl zur Quelle wäre?

Die Quelle jedenfalls ist in Tirol (Österreich) und die Isar ist insgesamt etwa 292 km lang. Kurz nach Deggendorf mündet sie dann in die Donau. Das wäre also ne Alternativroute auf dem Weg von München nach Regensburg (München – Landshut – Deggendorf an der Isar entlang und dann den Donauradweg zurück nach Regensburg). Vielleicht andermal? 😉

Wir radelten weiter und dann, plötzlich, sahen M. auch schon die Türme von Freising. Ich wäre ja fast dran vorbeigeradelt, muss ich gestehen, denn mein Blick war auf die Isar gerichtet. Wir bleiben eine Zeitlang stehen und genießen den Blick auf die markanten Türme des Freisinger Doms, welche die Stadt überragen. Seit dem Jahr 715 stand eine Kirche auf dem heutigen Domberg, die abgerissen, neu gebaut und mehrmals umgebaut wurde bis es nun so aussieht wie heute.

Wir hatten uns vorgenommen als Abschluss unserer gemeinsamen Tour nen Kaffe zu trinken. Angesichts der Großbaustelle in Freising gestaltete sich das jedoch als schwieriger als gedacht. Doch am Ende fanden wir Platz am letzten freien Tisch in nem Eiscafé – mit direktem Blick auf unsere Räder.

Nach einer Saftschorle und nem Espresso bzw. ner Cola und nem Eisbecher ging’s gemeinsam zurück Richtung Isarradweg – und dann trennten uns die Wegweiser… M. fuhr rechts ab, zurück auf den Isarradweg nach München – und ich nach links, Richtung Marzling, wo ich meine Unterkunft gebucht hatte.

In Marzling fand ich mit Hilfe des Navis den Gasthof recht zügig. Ab etwa halb sechs betrat ich mein kleines Zimmerchen – mit Gemeinschaftsdusche/WC.

Ich bin weniger müde als befürchtet und… oh, doch, ich bin richtig müde. Meine Energie reicht noch dafür einen Entwurf des Blogartikels zu schreiben, dann meine Schnitzelsemmel zu essen und die Wettervorhersage anschauen (upps, ich sollte besser früh aufbrechen) und TV gucken bzw lesen … erholen eben!

Am folgenden Tag geht’s weiter, daher verabschiede ich mich für heute mit einem

Fortsetzung folgt …