Corona-Wandern

Corona-Wandern

2. Mai 2020 Aus Von Claudia

Los ging’s mit dem uralten Ritual “Bewerfe den Hamster mit Futter” worauf die epischen Worte folgen “Oh mein Gott, Midget, hab ich dich mit Futter beworfen. Das tut mir total leid, das wollte ich nicht! Geht’s dir gut, kleiner Hamster? Och je!”

Danach schnappe ich mir meinen Rucksack mit Brotzeit, Wanderkarte und Kompass und machte mich auf, die Donau zu überqueren und die Winzerer Höhen zu erklimmen.

Oben angekommen genieße ich erst mal den Blick über die Stadt – und bemerke dann ein rotes Dreieck. Wohin dieser Weg wohl führt? Ein kurzer Blick in die Karte gibt mir die Antwort und ich beschließe dem Zeichen und damit den roten Dreiecken zu folgen.

Erstes Zwischenziel ist eine kleine Kapelle unter einem Baum. Dann gehe ich weiter nach Adlersberg – aber… wo ist das rote Dreieck? Suchend schau ich mich un. „Na super! Die erste Wanderung des Jahres und schon verlaufen!“ Doch da ich die Orientierung nicht komplett verloren hatte gelangte ich mit nur kleinem Umweg hinauf auf den Adlersberg, wo ich vor der Corona-bedingt gesperrten Brauerei gemütlich Brotzeit mache. Knapp zwei Stunden war ich bis dahin unterwegs gewesen.

Es war recht windig und der Wind ungemütlich kalt. So brach ich dann wieder auf, zurück zur Donau. Ich beschloss erst mal einem Bienenlehrpfad in Gegenrichtung zu folgen. Das war gar nicht so einfach. Ich sah ein Schild und fragte mich aus welcher Richtung man das am Besten sah und nahm dann diesen Weg. Dann gab‘s plötzlich kein Zeichen mehr. Zum zweiten Mal hatte ich nun schon meinen Weg verloren. Zum Glück sah ich immer wieder mal den Dom in der Ferne und konnte mich so orientieren… In die Ruchting musste ich.

Und dann kam ich irgendwann an der Donau an und ich hatte die Wahl zwischen Flussabwärts (und weniger schön) oder Flussaufwärts (länger, aber schöner). Doch nun tröpfelte es und ich beschloss den kürzeren Weg zurück in die Stadt zu nehmen.

Als ich nach etwa 13 1/2 km wieder zu Hause ankam, schien bereits wieder die Sonne. Da hätte ich ja doch die längere Strecke… aber nein, für die erste Wanderung des Jahre reichte das.

Ich werde dieses Jahr wohl noch öfter um Regensburg herum losziehen. In Zeiten der Corona-Pandemie samt Kontaktsperren etc. finde ich es etwas unpassend erst ne Stunde und mehr mit dem Auto zu fahren nur um dann dort zu wandern. Der Weg ist beim Wandern ja das Ziel und hier in der Gegend gibts mehr als ausreichend wunderschöne Wege…